Ein kleines Stück Hamburger Geschichte

Betten-Sievers ist seit 1936 ein kleines Stück Hamburger Geschichte. Am 15. Mai 1936 gründete Otto Sievers in der Eimsbütteler Chaussee ein kleines Ladengeschäft. Das Unternehmen an der Ecke zur Bellealliancestrasse wurde schnell zu einer viel besuchten Adresse Hamburgs. Hier gab es Stepp- und Oberbetten, Bettwäsche, Bettgestelle und die seinerzeit üblichen dreiteiligen Matratzen – und schon damals legte der Firmengründer höchsten Wert auf persönlichen Service und beste Qualität. Seit 1939 unterstützte ihn seine Frau Sophie dabei, allen Hamburgern einen guten Schlaf zu bereiten.

 

Nach dem Krieg zog das Unternehmerpaar in den Eppendorfer Weg und ging mit einem Wettbüro eine Ladengemeinschaft ein. Dort konnte man einerseits auf Bezugsschein Bettwaren erwerben und auf der anderen Seite dem Spiel frönen. Zwei Grundbedürfnisse des Menschen unter einem Dach. Doch schon 1947 ging es weiter. In Hamburg begann der Wiederaufbau und die Sievers trugen ihren Teil dazu bei. Ein wenig den Eppendorfer Weg hinauf errichteten sie auf den Mauern einer Ruinen ein neues Geschäft. Die D-Mark wurde eingeführt, die Hamburger wollten weiter hin gut schlafen und man entschloss sich 1953 in einen Neubau an der Ecke Osterstraße zur Schwenkstraße zu ziehen. Eine gute Entscheidung, die bis heute Bestand hat.

 

Mit dem Wirtschaftswunder stieg auch der Bedarf an guten Bettwaren. Die Hamburger Bürger wollten und konnten sich wieder etwas leisten. Das machte sich auch bei Betten-Sievers bemerkbar. Mehr Arbeit bedeutete aber auch mehr Beschäftigte. So trat 1956 Geert Westensee als Mitarbeiter ins Unternehmen ein. Auch das Sortiment und das Dienstleistungsangebot vergrößerten sich zunehmend. Ab 1960 vervollständigten lose Federn und Daunen, Kinderbekleidung, Möbel fürs Schlafzimmer, eine eigene Näherei und die von allen Kunden wertgeschätzte Reinigungsmaschine für Bettfedern das umfangreiche Programm.

 

Die 70er Jahre begannen spannend. Zum Beispiel wurde der erste Tatort ("Taxi nach Leipzig") ausgestrahlt, bei der Fußballweltmeisterschaft in Mexiko wurden wir nur Dritter und Geert Westensee übernahm die Geschäftsführung. Eine gute Zeit zwischen ABBA, Hot Pants und Flokatiteppich. Doch im Jahr 1979 änderte sich etwas Maßgebliches: Otto Sievers, der Firmengründer verstarb. Das Geschäft ging auf seine Frau Sophie über, die aber 1983 alles an Geert Westensee und seine Frau Hildtraut verkaufte. Der Name Betten-Sievers wurde beibehalten.

 

Mit neuem Schwung und viel Elan wurde zu Beginn der 80er Jahre das Sortiment noch einmal kräftig erweitert und den steigenden Ansprüchen der Hamburger Kunden angepasst. Tischwaren, Bettgestelle jeder Art, Küchen- und Badartikel vergrößerten das Programm. Größer wurden auch das Engagement für das traditionelle Osterstraßenfest und die Aufgaben für Geert Westensee. Als bestellter Gutachter der Handelskammer war er ab Ende der 80er Jahre für die Fragen rund um Matratzen und Bettfedern zuständig.

 

1989 war nicht nur für Deutschland ein wichtiges Jahr. Auch bei Betten-Sievers wurden Weichen gestellt. Peter Witthöft, Freund der Tochter des Hauses begann seine Karriere. 1992 heirateten die beiden und zwei Jahre später trat Ilka Witthöft, geborene Westensee ins Unternehmen ein. 10 Jahre, viele aufgebaute Betten, noch mehr Kilometer und unzählige zufriedenstellende Kundengespräche später verstärkte Peter Witthöft dann die Geschäftsführung. 2003 feierte Geert Westensee sein 50jähriges Dienst-Jubiläum bei Betten-Sievers und ging drei Jahre später, nach 53 Berufsjahren, in den wohlverdienten Ruhestand. Die Geschäfte führen seitdem seine Tochter Ilka und Ihr Ehemann Peter Witthöft weiter.

 

Diese setzten gleich umfangreiche Umbaumaßnahmen in Gang, fassten die Verwaltung effektiv zusammen, optimierten die Verteilung einzelner Abteilungen im Hause, modernisierten die Ladenfläche, den Eingangsbereich und die Schaufenstergestaltung. Dabei wurde nicht nur auf die Bedürfnisse der Kunden geachtet, auch Umwelt- und Naturschutz spielten eine entscheidende Rolle. So zum Beispiel die neue Lichtanlage, die zu einer Emissionseinsparung von rund 50% führt.

 

"In den letzten Jahren konnten wir mit unserem qualifizierten Personal, kompromissloser Qualität und überzeugendem Service den guten Ruf von Betten-Sievers weiter festigen und auch wirtschaftlich expandieren. Wir sind stolz darauf, als gesundes, familiengeführtes Unternehmen eine feste Größe im Hamburger Einzelhandel zu sein.

 

Dafür bedanken wir uns bei unseren Kunden – und ganz besonders bei unserem engagierten Team!"

 

Ilka und Peter Witthöft